Datengrundlagen - Deutschland

Novellierte EnEV 2017 (Energie Einspar Verordnung)

Nachdem die Novelle der EU-Richtlinie 2010 in Kraft getreten ist, muss auch Deutschland

seine rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend ändern. Die EU-Richtlinie fordert von allen EU-Mitgliedsstaaten, dass sie den Niedrigstenergiehaus-Standard für neu errichtete Gebäude einführen und zwar nach folgendem Zeitplan: für öffentliche Gebäude spätestens ab dem Jahr 2019 und für privat genutzte Neubauten spätestens ab Anfang des Jahres 2021.

Praktisch wird eine neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2017) angewendet sein, welche die novellierte EU-Richtlinie in Deutschland umsetzten wird. Das Passivhaus und Fast-Null-Energiehaus sollen EU-weit zum Standard werden.

 

www.enev-online.de/epbd/2010

 

http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/energieeffizienz/klima-energieeffizienz-download/artikel/energieeinsparverordnung-enev/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=237&cHash=e9d5b1934176e9b817564044bacbcc0b

EEG 2017 – Revidierung des Erneuerbare Energien Gesetzes

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017, das am 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist, läutet die nächste Phase der Energiewende in Deutschland und die ist ein Paradigmenwechsel.

 

Ein wesentlicher neuer Aspekt des revidierten EEG 2017 ist die zentrale Rolle des Wettbewerbs, denn die Ausschreibungen bestimmen nunmehr die Höhe der Vergütung. Bislang haben Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien für jede Kilowattstunde eine staatlich festgelegte Vergütung erhalten. Ab 2017 wird die Höhe dieser Förderung durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Dabei gilt: Wer am wenigsten für den wirtschaftlichen Betrieb einer neuen Erneuerbare-Energien-Anlage fordert, wird gefördert.

 

Die zweite große Neuerung liegt in der besseren Verzahnung mit den Netzen. Das EEG 2017 sorgt dafür, dass der Ausbau der Erneuerbaren stärker mit dem Ausbau der Stromnetze Hand in Hand geht. Schließlich soll sauberer Strom nicht nur erzeugt werden, sondern muss auch tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen.

 

http://www.erneuerbare-energien.de/EE/Redaktion/DE/Standardartikel/EEG/eeg-2017.html

 

http://www.erneuerbare-energien.de/EE/Redaktion/DE/Downloads/eeg-novelle-2017-eckpunkte-praesentation.html

2014 - Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG)

Die deutsche Bundesregierung hat am 1. August 2014 das reformierte EEG verabschiedet. Dieses verfolgt das Ziel, den Ausbau der erneuerbaren Energien planvoll zu steuern, die erneuerbaren Energien besser in den Markt zu integrieren und den Kostenanstieg zu bremsen, weshalb sich das neue EEG insbesondere auf günstige Technologien wie Windenergie und Photovoltaik konzentriert.
Zur besseren Steuerung des Ausbaus der erneuerbaren Energien wird dieser durch das reformierte EEG festgelegt. Der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien soll bis 2020 mindestens 18%, bis 2025 zwischen 40% und 45%, bis 2035 zwischen 55% und 60% und bis 2050 mindestens 80% am Bruttostromverbrauch betragen. Zudem legt die EEG-Reform für jede Technologie der erneuerbaren Energien konkrete Mengenziele, die sog. Ausbaukorridore, fest. Für die Solarenergie ist ein jährlicher Ausbaukorridor von 2.400 bis 2.600 Megawatt (MW) brutto, für die Windenergie an Land von 2.400 bis 2.600 MW netto und für die Biomasse von nur 100 MW brutto definiert, da letztere zukünftig insbesondere als flexible Stromerzeugung genutzt werden soll. Für die Windenergie auf See wird der Ausbau bis 2020 auf 6.500 MW und bis 2030 auf 15.000 MW festgelegt. Wird ein festgelegter Ausbaukorridor überschritten, so wird die Förderung für weitere Neuanlagen der betroffenen Technologie zusätzlich zur vorgesehenen kontinuierlichen Absenkung der Förderung reduziert.
Zur besseren Integration der erneuerbaren Energien in den deutschen und europäischen Strommarkt sind von nun an die Betreiber von Neuanlagen ab einer installierten Leistung von 500 Kilowatt und ab 2016 ab einer installierten Leistung von 100 Kilowatt zur Direktvermarktung verpflichtet. Dafür erhalten sie eine Marktprämie, die die Differenz zwischen dem Marktpreis und der nach dem EEG zugesicherten Vergütung ausgleichen soll. Eine Einspeisevergütung gibt es somit nur noch für Neuanlagen mit einer installierten Leistung unter 500 Kilowatt (kW) bzw. ab 2016 unter 100 kW. Für Neuanleger beträgt sie ab 2015 durchschnittlich nur noch ca. 12 Cent/kWh.
Zudem beteiligt das neue EEG die Industrie, die privaten Stromkunden und erstmals auch die Eigenstromversorger an den Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Eigenstromversorger mit Neuanlagen müssen eine reduzierte EEG-Umlage in Höhe von 30% bis Ende 2015, 35% bis Ende 2016 und 40% ab 2017 zahlen. Für die stromkostenintensive Industrie besteht eine Ausgleichsregelung.

EEG Erneuerbares Energien Gesetz (748.67 kB)

2013/2014 - Integriertes Energie- und Klimaschutz Konzept (IEKK) Baden-Württemberg

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 15. Juli 2014 das Integrierte Energie-und Klimaschutzkonzept (IEKK) Baden-Württemberg beschlossen. Es basiert auf dem am 31. Juli 2013 in Kraft getretenen Klimaschutzgesetz, das eine Senkung des CO2-Ausstoßes von Baden-Württemberg bis 2020 um mindestens 25% gegenüber 1990 und bis 2050 um 90% sowie die Begrenzung der unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels vorschreibt. Das IEKK beinhaltet über 100 konkrete Strategien und Maßnahmen, verteilt auf die 5 Handlungsbereiche Strom, Wärme, Verkehr, Landnutzung und Stoffströme. Sie sollen dazu dienen, die im Klimaschutzgesetz festgelegten verbindlichen Ziele zur Treibhausgasminderung zu erreichen. Ein regelmäßiges Umsetzungsmonitoring dient der Überprüfung des Fortschritts bei der Zielerreichung und hat ggf. die Entwicklung weiterer Maßnahmen zur Folge. Insgesamt gliedert sich das IEKK nach Zielen, Instrumenten und den oben genannten Handlungsbereichen mit jeweils fünf Schwerpunkten. Zu den Zielen gehören neben dem Klimaschutz auch die sichere Versorgung, Kostensicherheit, regionale Wertschöpfung und das Bürger-Engagement. Zu den Instrumenten zählen Einsparung und Effizienz, erneuerbare Energien, Modernisierung der Infrastruktur, Forschung und Entwicklung sowie Beteiligung und Dialog.



Zusammenfassung: Integriertes Energie- und Klimaschutz Konzept (IEKK) Baden-Württemberg (85.58 kB)
IEKK_Flyer (1.18 MB)

2014 - Landesklimaschutzgesetz (LKSG) Rheinland-Pfalz

Im Land Rheinland-Pfalz trat am 23. August 2014 das Landesgesetz zur Förderung des Klimaschutzes (Landesklimaschutzgesetz, LKSG) in Kraft. Somit ist die Rheinland-Pfalz das dritte Bundesland, das den Klimaschutz auf eine rechtliche Grundlage stellt. Das LKSG setzt insbesondere die Ziele, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40% bezogen auf 1990 und bis 2050 um 100%, mindestens aber um 90% zu senken, ein Klimaschutzkonzept mit konkreten Strategien und Maßnahmen zur Zielerreichung, das erstmals 2015 vorgelegt und öffentlich diskutiert sowie spätestens alle vier Jahre fortgeschrieben werden soll, zu erstellen und ein Klimaschutzmonitoring zu entwickeln. Darüber hinaus soll ein Beirat für Klimaschutz bei dem für den Klimaschutz zuständigen Ministerium gebildet werden, der die Einhaltung der Klimaschutzziele überwacht sowie Vorschläge zur Weiterentwicklung geeigneter Klimaschutzmaßnahmen macht, und die Landesverwaltung bis 2030 klimaneutral gestaltet werden.

Landesklimaschutzgesetz (LKSG) Rheinland-Pfalz (61.12 kB)

2010 - Energiekonzept 2050 der Bundesrepublik Deutschland

Die deutsche Bundesregierung hat mit dem Energiekonzept 2050 im September 2010 eine langfristige Gesamtstrategie für die umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung beschlossen. Die Treibhausgasemissionen sollen gegenüber 1990 bis 2050 um 80% sinken, mit einem Zwischenziel von 40% bis 2020. Der Bedarf an Primärenergie soll gegenüber 2008 bis 2050 um 50% reduziert werden, mit einer Zwischenstufe von 20% bis 2020. Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendverbrauch 18% betragen. Der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch soll 35% betragen.
Im Gebäudebereich soll der Wärmebedarf des Gebäudebestandes bis 2020 um 20% sinken und bis 2050 sollen Neubauten nahezu klimaneutral sein, also den eigenen Bedarf nur aus erneuerbaren Energien decken. Es wird angestrebt, die Sanierungsrate des Gebäudebestands von derzeit ca. 1% auf 2% zu verdoppeln.
Im Verkehrsbereich soll der Endenergieverbrauch bis 2020 um rund 10% und bis 2050 um rund 40% gegenüber 2005 zurückgehen.

Energiekonzept Bundesregierung Deutschland (2.27 MB)

2013 - Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg

Der Landtag von Baden-Württemberg hat das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg im Juli 2013 mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Zentraler Inhalt des Gesetzes ist ein Klimaschutzziel für Baden-Württemberg. Bis zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um ein Viertel reduziert werden. Bis zum Jahr 2050 wird eine Reduzierung um 90 Prozent angestrebt, jeweils gegenüber dem Stand von 1990. Dabei handelt es sich um eine verbindliche Zielvorgabe, die sich aus den vorhandenen Zielsetzungen auf nationaler, europäischer sowie internationaler Ebene und den Potenzialen in Baden-Württemberg ableitet.

Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg (44.43 kB)

2011 - Klimaschutzkonzept 2020PLUS Baden-Württemberg

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat 2011 das Klimaschutzkonzept 2020PLUS beschlossen. Mit einem Bündel von insgesamt 145 Einzelmaßnahmen soll bis 2020 in Baden-Württemberg gegenüber 1990 der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um 30% gesenkt werden. Es wird angestrebt, den Anteil der erneuerbaren Energien von aktuell gut 15% auf mindestens 20% und bei der Wärmebereitstellung von rund 10% auf 16% zu steigern. Die Kernenergie wird unter Berücksichtigung der im Jahr 2010 beschlossenen Laufzeitverlängerung nicht mehr zur Stromerzeugung eingesetzt. Die Kohlekraftwerke dürften bis 2050 voraussichtlich alle vom Netz gegangen sein.
Als konkrete Maßnahmen im Gebäudebereich hat das Land Baden-Württemberg mit dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) bei Erneuerung der Heizung in Altbauten einen Anteil von erneuerbaren Energien von 10% am Wärmebedarf verbindlich vorgeschrieben.

Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg (3.06 MB)

Fahrplan Energiewende Rheinland-Pfalz

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz bekennt sich im Fahrplan zur Energiewende zu dem Ziel, die CO2-Emmissionen bis 2050 um 90% gegenüber 1990 zu reduzieren. Als Zwischenziel werden 45% weniger CO2-Emmissionen bis 2020 und 75% bis 2030 definiert.
Der Endenergieverbrauch soll bis 2050 halbiert und bis 2020 um 10% gesenkt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch soll bis 2050 auf 75% gebracht werden. Der Stromverbrauch in Rheinland-Pfalz soll bis 2030 zu 100% aus erneuerbaren Energien stammen.

Energiewende Rheinland-Pfalz (6.97 MB)

Nationaler Aktionsplan für erneuerbare Energie

Der nationale Aktionsplan für erneuerbare Energie der Bundesrepublik Deutschland dient der Umsetzung der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Deutschland geht davon aus, dass das Ziel von 18% Energie aus erneuerbaren Quellen im Jahr 2020 ohne Inanspruchnahme von Überschüssen anderer Mitgliedsstaaten erreicht werden kann. Vielmehr wird ein Übertreffen des nationalen Ziels erwartet, sodass eine gewisse Überschussmenge an erneuerbaren Energien entsteht, die potentiell für flexible Kooperationsmechanismen zur Verfügung gestellt werden könnte.

Nationaler Aktionsplan - Erneuerbare Energien (1.33 MB)

2013 - Energieeinsparverordnung

Die erste Fassung der Energieeinsparverordnung trat 2002 in Kraft. Die zweite Fassung diente der Umsetzung der Richtlinie 2010/31/EU zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und war ab 2007 gültig. Die letzte Änderung traten im Oktober 2009 in Kraft und die neuste Fassung gibt es seit 2013.

Energieeinsparverordnung (Enev) 2013 (Nichtamtliche Lesefassung) (1.03 MB)

Leuchtturmprojekte zur Nutzung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg

Die vorliegende Broschüre zeigt Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg auf, die „Best Practice“-Beispiele darstellen und sich auszeichnen durch

  • den Einsatz innovativer Technologien mit besonders hoher Energieeffizienz,

  • eine besonders gelungene Integration innovativer und auch bewährter Technologien bzw. Anlagen oder

  • die Kombination von mehreren Anlagen und die Integration verschiedener Technologien in ein Gesamtkonzept.

Leuchtturmprojekte zur Nutzung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg (1.64 MB)

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