Datengrundlagen - Europa (EU)

ISO 50001- Eine internationaler Standard für Energiemanagementsysteme

Klimaschonendes Wirtschaften und die Reduzierung des Energieverbrauchs spielen eine immer wichtigere Rolle, ebenso wie die Einhaltung von Standards und Normen und die ständige Verbesserung von Prozessen. Für Unternehmen ist es daher durchaus notwendig, in Managementsysteme zu investieren. Um energieintensive Prozesse bestmöglich zu betreiben, ist es nötig, Prozesse mit Energiebedarf zu analysieren.Die ISO 50001 bildet den internationalen Standard für Energiemanagementsysteme und ist auf ständige Verbesserung ausgerichtet.

 

Das Zertifikat ISO 50001  ermöglicht es Unternehmen, ihre Stromkosten nach der Ausgleichsregelung EEG zu reduzieren, indem die Abnahme von Ökostrom begrenzt wird. Hierfür wird ein zertifiziertes Managementsystem nach ISO 50001 benötigt.

 

Unternehmen mit hohem Energieverbrauch können eine Steuerrückerstattung nach dem Strom- und Energiesteuergesetz beantragen, wenn sie verantwortungsvoll mit Energie umgehen. Hierfür müssen Nachweise zum Energiemanagement erbracht werden, die von einem Zertifizierungsunternehmen bestätigt werden müssen. Mit einer Testierung ist es hier nicht nötig, einen Mindestverbrauch an Energie nachzuweisen, um von der Steuerrückerstattung zu profitieren.

 

Durch die Umsetzung der EU- Direktive fordert das am 24.4.2015 veröffentlichte Energiedienstleistungsgesetz  einen Energieaudit bis zum 5.12.2015 (und danach alle vier Jahre) für alle Nicht-KMUs. Zu beachten ist, dass es keine Übergangsfristen gibt und dass bei nicht zeitgemäßer Auditierung Strafzahlungen in Höhe von bis zu 50.000 € fällig werden können.

 

Für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist der Geschäftsführer verantwortlich, der entsprechend auch persönlich haftet. Unterstützung bietet ein Legal Compliance Assessment von LRQA, u.a. durch Erstellung eines Maßnahmenplans und Optimierungsmöglichkeiten.

EU-Klima- und Energierahmen bis 2030

Beim Europäischen Rat in Brüssel haben sich am 23./24. Oktober 2014 die 28 Staats-und Regierungschefs nach mehrmonatigen Verhandlungen auf einen neuen EU-Klima-und Energierahmen bis 2030 verständigt. Dieser setzt als verbindliche Ziele eine EU-interne Treibhausgasminderung von mindestens 40% gegenüber 1990 und die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien auf mindestens 27% am Energieverbrauch sowie ein indikatives Energieeffizienzziel in Höhe von mindestens 27% Energieeinsparungen bis 2030. Darüber hinaus wurden eine Reform des Emissionshandels, die Fortführung der effektiven Regelung zum Schutz der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und konkrete Maßnahmen zur Absicherung der Versorgungssicherheit beschlossen.
Damit baut der EU-Klima-und Energierahmen bis 2030 auf dem geltenden 2020-Rahmen und dessen „20-20-20-Zielen“ auf, der die EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 20% gegenüber 1990 zu reduzieren, die Energieeffizienz um 20% zu erhöhen sowie einen Anteil von 20% erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch zu erreichen. Zudem beruhen die Beschlüsse des Europäischen Rates zu wesentlichen Teilen auf den Vorschlägen der Europäischen Kommission vom Januar 2014 zum Rahmen für die Klima-und Energiepolitik im Zeitraum 2020-2030.

EU-Klima-Energierahmen 2030_Europäischer Rat (141.71 kB)

Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen

Mit dieser Richtlinie wird ein gemeinsamer Rahmen für die Förderung von Energie aus erneuerbaren Quellen vorgeschrieben. In ihr werden verbindliche nationale Ziele für den Gesamtanteil von Energie aus erneuerbaren Quellen am Bruttoendenergieverbrauch und für den Anteil von Energie aus erneuerbaren Quellen im Verkehrssektor festgelegt. Gleichzeitig werden Regeln für statistische Transfers zwischen Mitgliedstaaten, gemeinsame Projekte zwischen Mitgliedstaaten und mit Drittländern, Herkunftsnachweise, administrative Verfahren, Informationen und Ausbildung und Zugang zum Elektrizitätsnetz für Energie aus erneuerbaren Quellen aufgestellt. Ferner werden Kriterien für die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen und flüssigen Biobrennstoffen vorgeschrieben.

Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen (1.3 MB)

Richtlinie 2009/29/EG für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten

Diese Richtlinie schreibt eine stärkere Reduzierung von Treibhausgasemissionen vor, um die Verringerungsraten zu erreichen, die aus wissenschaftlicher Sicht zur Vermeidung gefährlicher Klimaänderungen erforderlich sind. Sie regelt die Bewertung und Umsetzung der Verpflichtung der Gemeinschaft zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen von mehr als 20 % im Anschluss an den Abschluss eines internationalen Abkommens über den Klimawandel durch die Gemeinschaft, das zu höheren Reduktionen von Treibhausgasemissionen führt, was der auf der Tagung des Europäischen Rates im März 2007 eingegangenen Verpflichtung zu einer Reduzierung von 30 % entspricht.

Richtlinie 2009/29/EG für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten (1.05 MB)

Richtlinie 2009/30/EG über Otto-, Diesel- und Gasölkraftstoffe

In dieser Richtlinie werden für Straßenkraftfahrzeuge und mobile Maschinen und Geräte sowie land-und forstwirtschaftliche Zugmaschinen und nicht auf See befindliche Sportboote:
a) auf Gesundheits-und Umweltaspekten beruhende technische Spezifikationen für Kraftstoffe zur Verwendung in Fremdzündungsmotoren und Kompressionszündungsmotoren unter Berücksichtigung der technischen Anforderungen dieser Motoren festgelegt; und
b) ein Ziel für die Minderung der Lebenszyklustreibhausgasemissionen gesetzt.
Der Straßenverkehrssektor ist für etwa 20 % der Treibhausgasemissionen in der Gemeinschaft verantwortlich. Eine Möglichkeit, diese Emissionen zu senken, besteht darin, die Lebenszyklustreibhausgasemissionen bei diesen Kraftstoffen zu verringern. Es sollte ein System eingeführt werden, das die Kraftstoffanbieter verpflichtet, die Lebenszyklustreibhausgasemissionen für die von ihnen gelieferten Kraftstoffe mitzuteilen und diese Emissionen ab 2011 zu senken.

Richtlinie 2009/30/EG über Otto-, Diesel- und Gasölkraftstoffe (1.1 MB)

Richtlinie 2009/31/EG über die geologische Speicherung von Kohlendioxid

Mit dieser Richtlinie wird ein rechtlicher Rahmen für die umweltverträgliche geologische Speicherung von Kohlendioxid (CO2) geschaffen, um zur Bekämpfung des Klimawandels beizutragen.
Zweck der umweltverträglichen geologischen Speicherung von CO2 ist die dauerhafte Rückhaltung von CO2 in einer Weise, durch die negative Auswirkungen und Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit vermieden oder, wenn dies nicht möglich ist, so weit wie möglich beseitigt werden.

Richtlinie 2009/31/EG über die geologische Speicherung von Kohlendioxid (1.02 MB)

Richtlinie 2006/32/EU zu Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen (EDL)

Auf Basis der Richtlinie zu Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen haben mittlerweile die meisten europäischen Länder Aktionspläne erstellt. Ziel ist jährlich mindestens 1% Energieeinsparungen zu erreichen, wobei hiervon vor allem Handel, Verteilung und Verkauf von Elektrizität, Erdgas, Fernheizungen sowie andere Energieprodukte betroffen sind. Die nationalen Aktionspläne beinhalten zum Teil auch Maßnahmen im Gebäudebereich. Sie sind in ihrem Umfang und in ihrer Stringenz als relativ heterogen zu bezeichnen.

Richtlinie 2006/32/EU zu Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen (455.51 kB)

Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

Die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden enthält Anforderungen

  • hinsichtlich der Festlegung einer gemeinsamen Methode zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden,

  • hinsichtlich der Anwendung von Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden,

  • hinsichtlich der Erstellung von Energieausweisen für Gebäude,

  • hinsichtlich nationaler Pläne zur Erhöhung der Zahl der Niedrigstenergiegebäude,

  • hinsichtlich regelmäßiger Inspektionen von Heizungs-und Klimaanlagen in Gebäuden und

  • hinsichtlich unabhängiger Kontrollsysteme für Ausweise über die Gesamtenergieeffizienz und Inspektionsberichte.

Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (876.18 kB)

Richtlinie 2009/125/EU zur umweltgerechten Gestaltung (Ökodesign Direktive)

Die sogenannte Ökodesign Direktive wiederum ist für den Gebäudebereich von einer gewissen Relevanz, weil sie Anforderungen an Energie nutzende Geräte und Anlagen, darunter Heizungen, definiert. Seit der letzten Revision wurde die Richtlinie auf andere energieverbrauchsrelevante Produkte wie zum Beispiel Fenster und Dämmstoffe erweitert. Im Unterschied zur Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wird es bei der Umsetzung wenig Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten geben

Richtlinie 2009/125/EU zur umweltgerechten Gestaltung (Ökodesign Direktive) (1.04 MB)

Verordnung (EG) Nr. 663/2009 über die finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft zugunsten von Vorhaben im Energiebereich

Mit dieser Verordnung wird ein Finanzierungsinstrument geschaffen, das europäische Energieprogramm zur Konjunkturbelebung („EEPR“), mit dem Vorhaben im Energiebereich in der Gemeinschaft gefördert werden sollen, die durch finanzielle Anreize zur wirtschaftlichen Erholung, zur Energieversorgungssicherheit und zur Minderung von Treibhausgasemissionen beitragen. Diese Verordnung legt Unterprogramme fest, um Fortschritte im Hinblick auf diese Ziele in folgenden Bereichen zu erreichen:

  • Gas-und Strominfrastrukturen,

  • Offshore-Windenergie und

  • Kohlenstoffabscheidung und -speicherung.

Diese Verordnung bestimmt Vorhaben, die im Rahmen der einzelnen Unterprogramme finanziert werden sollen, und legt Kriterien für die Ermittlung und Durchführung von Maßnahmen zur Durchführung dieser Vorhaben fest.

Verordnung (EG) 663/2009 - Programm zur finanziellen Unterstützung der Gemeinschaft zugunsten von Vorhaben im Energiebereich (931.07 kB)

ENERGY-EFFICIENT BUILDINGS PPP - Mehrjähriger Fahrplan und Langzeitstrategie

Die ENERGY-EFFICIENT BUILDINGS PPP, die unter dem ersten Europäischen Konjunkturprogramm eingeführt wurde, wird etwa 1 Milliarde € im Zeitraum von 2010 bis 2013 verwenden, um sich mit den Herausforderungen des europäischen Bausektors und seiner erweiterten Wertschöpfungskette und seinem ehrgeizigen Ziel zu befassen: der Suche nach neuen Methoden und Technologien zur Reduktion der Energiebilanz und des CO2-Ausstoßes im Zusammenhang mit neuen und renovierten Gebäuden. Das steht für den ursprünglichen und hochstrategischen Schritt einer Langzeitmaßnahme der Industrie, um effiziente Stadtgebiete und Städte zu bauen, während gleichzeitig die Lebensqualität Europäischer Bürger steigt.

European commission_Energy efficient buildings (4.43 MB)

Datengrundlagen - Versammlung der Regionen Europas

Regionale Investitionen in Energieprojekte

Dies ist die zweite Studie der Versammlung der Regionen Europas zu den regionalen Energiestrategien. Während sich die Veröffentlichung des vergangenen Jahres damit beschäftigte, auf welche Art und Weise in den Regionen erneuerbare Energie erzeugt und verbraucht wird, hat der vorliegende Bericht das Ziel, die verschiedenen Hindernisse aufzuzeigen, die Investitionen in umweltfreundliche Energie und Energiespartechnik entgegenstehen. Daneben möchte er innovative Finanzierungslösungen vorstellen, die von regionalen Behörden angewendet werden, um umweltfreundliche Entwicklungen voranzutreiben.
Der Bericht beruht auf einer breiten Umfrage, die von Dezember 2010 bis Februar 2011 unter den Mitgliedregionen der VRE durchgeführt wurde, und enthält einige Vorschläge für stabile und kohärente Rahmenbedingungen, um öffentliche und private Investitionen in den europäischen Regionen zu steigern.

Regionale Investitionen in Energieprojekte (657.88 kB)

Über Kopenhagen hinaus: das Engagement der Regionen 2009

Die Versammlung der Regionen Europas (VRE) ist das größte unabhängige Netzwerk der Regionen in Europa. Die VRE hält es für notwendig, die nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen aufzubauen, um sich dem Klimawandel auf angemessene Art zustellen. Daher schreibt sie ihre Tätigkeiten in eine langfristige Perspektive ein und richtet sie auf zwei spezielle Interessengebiete der Regionen aus: auf den nachhaltigen Tourismus und eine nachhaltige Wasserwirtschaft.

Weißbuch der VRE über die Energie und den Klimawandel (frz. Version) (4.45 MB)

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